Lilienfeld Verlag

Hjalmar Hjorth Boyesen
Selbstbestimmung
Roman

Eine schöne, selbstbewusste Norwegerin zwischen zwei Männern, zwei Ländern und zwei Lebensentwürfen – der unterhaltsam-psychologische Emanzipationsroman aus der Feder eines amerikanischen Pioniers des literarischen Realismus.

Hulda, älteste Tochter des Pfarrers einer Fjordgemeinde, soll den durchaus sympathischen, jedoch etwas langweiligen Hilfspfarrer heiraten, aber ein eleganter Nichtsnutz und ihr eigener fester Wille stehen dem entgegen. Trotzdem schließen sich die Fesseln immer enger um sie, und eine Entscheidung zwischen Selbstbestimmung und Anpassung ist mit allen daraus folgenden Konsequenzen unvermeidlich …

Hjalmar Hjorth Boyesens Roman spannt einen ungewöhnlichen Bogen vom norwegischen Landleben zwischen Idylle und Zwang hin zur amerikanischen Großstadt zwischen kapitalistischer Gier und demokratischem Lebensstil. Dabei spielt er mit den Klischees des klassischen Liebesromans, die er an der Realität einer starken Frau scheitern lässt. Selbstbestimmung erschien 1893 und wurde vier Jahre später von der bekannten Übersetzerin Mathilde Mann ins Deutsche übertragen.

Aus dem amerikanischen Englisch von Mathilde Mann.
Mit einem Nachwort von Marc L. Ratner.

Einbandgestaltung unter Verwendung eines Gemäldes von Robert Klümpen.

Lilienfeldiana Band 2
192 Seiten
Halbleinen, Fadenheftung, Leseband
10,5 × 18 cm
(D) € 18,90, (A) € 19,40, sFr 25,50 (UVP)
ISBN 978-3-940357-05-2

Pressestimmen

„Immer noch schön, was Hjalmar Hjorth Boyesen vor 115 Jahren über die junge Hulda Brinckmann schrieb. … Eine echte Wiederentdeckung: Denn der kleine, fast vergessene, nun wieder veröffentlichte Roman macht so glücklich, dass man ihn sofort ein zweites Mal liest.” – N.N., Vanity Fair

„Boyesen erzählt in einem charmanten, leicht ironischen Ton, und die dramatischen Szenen sind auch nicht von Pappe, weil sie in ihrer Verbindung von zugespitzter Handlung, wildem Wetter und unheimlichen Geräuschen einen Hitchcock hätten inspirieren können.” – Peter Urban-Halle, Neue Zürcher Zeitung

Boyesen, Hjalmar Hjorth

Hjalmar Hjorth Boyesen, 1848 in Südnorwegen geboren, wanderte 1869 in die USA aus. Dort wurde er zu einem beliebten Schriftsteller und angesehenen Hochschullehrer. Befreundet mit William Dean Howells, Iwan Turgenjew und Björnstjerne Björnson, war er ein engagierter Vermittler der europäischen literarischen Moderne. Auch in seinem Werk rang Boyesen um einen zeitgemäßen Realismus, was zu Höhepunkten wie The Mammon of Unrighteousness (1891) führte. Boyesen starb bereits 1895 an einer Lungenentzündung.