Edward Gorey
Der Osbick-Vogel

Ein Mann und sein Vogel. Eine der großen Freundschaften in der Geschichte der Zeichenkunst. Erzählt von Edward Gorey, übersetzt von Clemens J. Setz.

Ein gestandener edwardianischer Gentleman mit Vollbart und dem Vornamen Emblus hat das Glück, ganz unerwartet einen Freund fürs Leben zu finden. Und zwar nicht irgendeinen Freund, sondern einen Vogel, noch dazu einen Osbick-Vogel, ein seltenes hochbeiniges Geschöpf mit einem stattlichen Schnabel und einem (meist) liebenswürdigen Charakter. Emblus und sein Vogel teilen die gleichen Neigungen und das Leben miteinander und zeigen, wie harmonisch die Symbiose zwischen Tier und Mensch sein kann.

Aus dem Englischen von Clemens J. Setz.

32 Seiten, illustriert
Halbleinen, Fadenheftung
17,5 × 13 cm
(D) € 14,00, (A) € 14,40, sFr 20,00 (UVP)
ISBN 978-3-940357-79-3

 

Pressestimmen

„Graphic Novels würde man heute zu den aparten Bildergeschichten von Edward Gorey sagen – dabei sind es höchstens Novellen, die der exzentrische New Yorker gezeichnet hat. Oder viktorianische Comics, beinhart melancholisch und makaber dazu? Auch ‚Der Osbick-Vogel‘ über einen einsamen Mann – sehr aktuell! –, dem immerhin ein gefiederter Freund zufliegt, hat alles, was ein Gorey braucht, und da sind die schrägsten Vögel ja stets die Menschen.” – Herbert Heinzelmann, Nürnberger Zeitung

„Ein winziges, wunderschönes Buch …: Für alle, die sein Werk nicht kennen, eine erbauliche erste Begegnung, für alle anderen eine weitere große Freude am schwarzen Humor und der Parodie viktorianischer Tugendregeln.” – Lore Kleinert, www.neue-buchtipps.de

„Zwei dünne Beine mit Krallen ragen von links oben in das erste Bild hinein, während rechts unten ein Stück dunkler Hut über den Bildrand schaut. Im Bild steht: ‚Ein Osbick-Vogel zielte gut / Auf Emblus Fingbys runden Hut.‘ Dies schildert den Beginn einer wunderbaren Freundschaft – und ist der Anfang eines wunderbaren kleinen Buches. … Goreys fein schraffierte Tuschezeichnungen im Osbick-Vogel sind karikaturesk und spleenig. … Nicht zuletzt sind die knappen Reime der Geschichte neu und sehr fein übersetzt von Clemens J. Setz. Eine schöne (Wieder-)Entdeckung.” – Barbara Buchholz, Stadtmagazin Schnüss

Gorey, Edward
© The Edward Gorey
Charitable Trust

Edward St. John Gorey wurde 1925 in Chicago geboren, veröffentlichte seine erste gezeichnete Geschichte bereits mit 13 Jahren in einer Zeitung und lebte so lange in New York, wie sein Ballett-Idol Balanchine dort arbeitete. Seit seinem ersten Buch 1953 traten seine herrlich skurrilen Bildergeschichten und Illustrationen ihren Siegeszug durch die Welt an und wurden preisgekrönt. Seit 1983 lebte er mit vielen Büchern und Katzen auf der Halbinsel Cape Cod. Nach seinem Tod im Jahr 2000 wurde sein Haus zu einem Museum, dessen Einnahmen genauso wie sein restliches Erbe dem Tierschutz zukommen.

Clemens J. Setz, Jahrgang 1982, lebt als Übersetzer und Schriftsteller in Graz. Für sein literarisches Werk erhielt er zahlreiche Preise u. a. 2015 den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis, den Literaturpreis des Landes Steiermark (2017), den Berliner Literaturpreis (2019) und den Jakob-Wassermann-Preis (2020). Zuletzt erschienen Bot – Gespräch ohne Autor (2018) und der Erzählungsband Der Trost runder Dinge (2019).