Lilienfeld Verlag

Kunststiftung NRW (Hrsg.)

Hanns Grössel
Im Labyrinth der Welt
Essays und Kritiken zur französischen Literatur
Ausgewählt und mit einem Nachwort von Norbert Wehr

Von Stendhal bis Modiano: Mit dem unvergessenen Hanns Grössel auf Streifzug durch die französische Literaturgeschichte und das Leben ihrer Protagonisten. Mit Essays und Rezensionen des Übersetzers, Kritikers und passionierten Literaturvermittlers.

Hanns Grössel war für den deutschsprachigen Raum einer der wichtigsten Vermittler französischer und skandinavischer Literatur, nicht nur als Literaturredakteur im WDR und Übersetzer, sondern auch als Essayist und Kritiker. Wenn Hanns Grössel mit ansteckender Neugier und Respekt über Bücher sprach oder schrieb, entfalteten sich die Lebens-, Werk- und Editionsgeschichten zu literaturhistorischen Erzählungen, fundiert, kenntnisreich, manchmal auf originelle Weise eigenwillig und immer begeisternd. Er erzählte mit Lust und machte Lust auf Literatur, insbesondere auf die französische und die skandinavische (vor allem dänische) Literatur, für die er Bedeutendes geleistet hat.

Norbert Wehr hat für eine große Retrospektive Beiträge ausgewählt, die sich in der Zusammenstellung als Hanns Grössels persönliche franzö­sische Literaturgeschichte lesen lassen. Der Band bietet mit seinem literaturhistorischen Panorama aus Einzelbetrachtungen nicht nur einen aufschlussreichen Überblick, sondern auch einen ausgezeichneten Einstieg in das literarische Universum der französischen Literatur.

Norbert Wehr, geboren 1956, lebt in Essen und Köln. Er ist Herausgeber vom Schreibheft. Zeitschrift für Literatur, Literaturkritiker, Hörfunkautor und Moderator und wurde u. a. mit dem Alfred-Kerr-Preis ausgezeichnet. Er ist der Verwalter des Nachlasses von Hanns Grössel.

Schriftenreihe der Kunststiftung NRW
Literatur, Band 9

544 Seiten
Leinen, Fadenheftung, Leseband
14 × 20 cm
(D) € 30,00, (A) € 30,80, sFr 40,00 (UVP)
ISBN 978-3-940357-63-2

Pressestimmen

„Ein Lebenswerk, das vergessen wäre, gäbe es nun nicht einen wunderbaren Band, in dem all das noch einmal gelesen werden kann: eine persönliche Geschichte der französischen Literatur von einem ihrer größten Bewunderer.“ – Iris Radisch, Die Zeit

„Es war einmal die Ausnahmeerscheinung des Radioredakteurs und Übersetzers Hanns Grössel. … Die Sammlung seiner Essays und Kritiken stellt eine kostbare persönliche Literaturgeschichte der französischen Moderne dar, geschrieben wie Erzählungen. Es ist eine Lust, sie zu lesen.“ – Angelika Overath, Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Der Band mit Grössels Essays und Kritiken zur französischen Literatur, den Norbert Wehr jetzt vorgelegt hat, schlägt einen weiten Bogen und lässt sich als eine zwar subjektive, aber gerade deshalb umso ergiebigere und instruktivere kleine französische Literaturgeschichte lesen. … Grössel setzt Schwerpunkte, seine Analysen sind heute noch unübertroffen.“ – Helmut Böttiger, Süddeutsche Zeitung

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© Manfred Thomas

Hanns Grössel, geboren 1932 in Leipzig, lebte ab 1939 acht Jahre in Kopenhagen. Nach Abschluss eines Romanistikstudiums folgten sechs Jahre als Verlagslektor, danach war er bis zum Ende seines Berufslebens verantwortlicher Literaturredakteur beim Hörfunk des WDR. Für sein literaturkritisches Werk erhielt er den Alfred-Kerr-Preis, für seine Übersetzungen aus dem Französischen, Dänischen und Schwedischen u. a. den Europäischen Übersetzerpreis Offenburg und den Übersetzerpreis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Besonders geschätzt sind seine Übersetzungen der Lyrik Inger Christensens und Tomas Tranströmers. Hanns Grössel starb 2012 in Köln.

Außerdem im Lilienfeld Verlag von Hanns Grössel:

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