Edward Gorey
Der fragwürdige Gast

Er kommt und bleibt. Der berühmteste Dauergast in der 
Welt der Zeichenkunst.

Plötzlich ist er da, treibt seltsame und mitunter recht störende Dinge, geht einfach nie mehr weg und trägt die gleichen weißen Stoffschuhe, die neben dem langen Pelzmantel auch zu den Markenzeichen des charmanten Meisters Edward Gorey gehörten. Vor einigen Jahren startete mit diesem legendären Büchlein die Gorey-Reihe im Lilienfeld Verlag, jetzt ist es Zeit für einen Neuanstrich: Clemens J. Setz überträgt nun auch diesen maßgeblichen Klassiker des Gorey-Universums für uns ins Deutsche, der von vielen so gern als (ganz und gar nicht fragwürdiges) Gastgeschenk genutzt wird.

Aus dem Englischen von Clemens J. Setz

32 Seiten, illustriert
Halbleinen, Fadenheftung
18,5 × 12,5 cm
(D) € 16,00, (A) € 16,50, Fr. 21,00 (UVP)
ISBN 978-3-910266-15-5
Erscheinungstermin: 18. September 2026

Pressestimmen

„Nicht in seinem Zürcher Stammhaus, sondern im kleinen Düsseldorfer Lilienfeld Verlag ist nun eines der bibliophilen, ebenso zauber- wie rätselhaften Büchlein wieder erschienen, für die der New Yorker Zeichner, ein Exzentriker vor dem Herrn, einst berühmt war.“ – Wolf Ebersberger, Nürnberger Zeitung

„Das Büchlein ist eine kleine Kostbarkeit.“ – Joachim Klinger, Musenblätter – Das unabhängige Kulturmagazin

Wer „Gorey in sein Haus lässt, der hofft, dass der es so hält wie das Handtücher-versteckende und sich in Suppenterrinen aufhaltende Nasen-Wesen: ‚Bis zu diesem Tag zeigte es mit keiner Regung, dass es wieder fortgehen mag.‘“ – Anke Zimmer, Literatur am Wochenende (Fuldaer Zeitung)

„Was der amerikanische Zeichner und Autor Edward St. John Gorey 1957 mit leichter Hand in Schwarzweiß hingestrichelt und mit witzig gereimten Couplets ergänzt hat, ist eine wunderbar skurrile Geschichte zwischen Nonsense und Hintersinn. Und ein Klassiker der grafischen Erzählkunst.“ – Heinz Storrer, Schweizer Familie

Gorey, Edward
© The Edward Gorey
Charitable Trust

Edward St. John Gorey, 1925–2000, steht für feinsinnige Schrägheiten mit reichlich edwardianischem Flair, der nicht selten auch in schöne Düsternis kippt. Seit seinem ersten Buch 1953 traten seine herrlich skurrilen Bildergeschichten und Illustrationen ihren Siegeszug durch die Welt an. Sein extravaganter Stil sowohl im wirklichen Leben als auch in seinen Büchern machte ihn zu einem einmaligen Klassiker. Seine Kunst wurde von Vladimir Nabokov, Max Ernst, Oskar Kokoschka, Agatha Christie und vielen, vielen anderen gerühmt. Auch Walter Moers ist Fan: Zum 100. Geburtstag ist sein großes Glückwunschbuch in der Anderen Bibliothek erschienen: Edward Gorey – Großmeister des Kuriosen.

Clemens J. Setz, Jahrgang 1982, lebt als Übersetzer und Schriftsteller in Wien. 2021 erhielt er den Georg-Büchner-Preis, nur eine der höchsten unter sehr vielen Auszeichnungen und Preisnominierungen für seine Romane, Erzählungsbände, Gedichte und Theaterstücke. Zuletzt erschienen der mit dem Österreichischen Buchpreis geehrte Roman Monde vor der Landung (2023), Das All im eignen Fell: Eine kurze Geschichte der Twitterpoesie (2024) und die Aufzeichnungen Das Buch zum Film (2025). Der fragwürdige Gast ist nach Der andere Zoo, Das unglückselige Kind, Der Osbick-Vogel, Die unbekannte Rübe und Das epiplektische Fahrrad seine sechste Gorey-Übersetzung im Lilienfeld Verlag.