Melita Maschmann
Fazit 
Kein Rechtfertigungsversuch

Die Bilanz der falschen Überzeugung.
Hart, genau, selbstkritisch.

Sie bemüht sich um Aufrichtigkeit und betont, keine Entschuldigung zu erwarten. Sie will vor allem berichten: Was sie getan hat und wie sie überhaupt zu einer bedingungslosen Gläubigen der NS-Ideologie werden konnte. Ihr Buch wurde zu einem der ersten Zeugnisse einer Nazi-Führerin, die vollkommen kritisch zurückblickt. Eindrücklich schildert Melita Maschmann ihren Weg: den Widerstand der Eltern gegen ihre Begeisterung, wie sie als ganz junge Frau im Osten mit der Waffe in der Hand völkische Umsiedlung befehligt, die letzten dekadenten Partys vor dem Untergang in Berlin, das Nazi-Versteck in Österreich, die anschließende Gefangenschaft.

Am Anfang ihres Weges steht aber ein Verrat, der ihr Gewissen immer belastet hat und zum eigentlichen Anlass ihrer berühmten Autobiografie geworden ist. Fazit richtet sich direkt an ihre Berliner Schulfreundin, deren Familie sie für die Gestapo ausspioniert hat. Erstmals wird nun auch diese Freundin, deren Identität lange verborgen war, zu Wort kommen: Marianne Schweitzer Burkenroads kurze Darstellung ihrer Seite des Geschehens ist eine zusätzliche und wichtige Entdeckung für eine richtige Einordnung von Fazit.

 

Mit dem Bericht
Entscheidende Ereignisse aus 
meiner Vergangenheit
von Marianne Burkenroad

ca. 400 Seiten
gebunden, Fadenheftung, Leseband
12,5 × 20,5 cm
(D) € 26,00, (A) € 26,70, Fr. 34,00 (UVP)
ISBN 978-3-910266-16-2
Erscheinungstermin: 25. September 2026

Auch als E-Book erhältlich

 

Melita Maschmann, geboren 1918, trat mit 15 Jahren in den Bund Deutscher Mädel ein und machte dort Karriere bis zur Pressesprecherin. Nach dem Krieg veröffentlichte sie drei Romane, dann 1963 ihre Autobiografie Fazit, die bis in die 1980er Jahre mehrfach wieder aufgelegt wurde und sie auch international bekannt machte. Nach der Veröffentlichung wanderte sie nach Indien aus und lebte dort als Anhängerin der hinduistischen Meisterin Anandamayi Ma, worüber ebenfalls Bücher von ihr erschienen. 2010 starb Melita Maschmann in Darmstadt.


© Plunkett Lake Press

Marianne Schweitzer Burkenroad, geboren 1918, ist die Tochter des Psychoanalytikers Ernst Schweitzer. Melita Maschmann verriet ihre Familie, weil diese der ab 1933 verbotenen bündischen Jugendbewegung nahestand, was zu Verfolgungen und KZ-Haft führte. 1938 wanderte Marianne Schweitzer zusammen mit ihrem Vater nach England, dann 1939 in die USA aus. Sie ging ans Bryn Mawr College, studierte in Yale, heiratete und lehrte 1954–1963 Deutsch an der Universität von Panama, seit 1964 an der Universität San Diego. Bis zu ihrem Tod 2020 lebte sie in La Jolla, Kalifornien.